Laserdrucker und Tintendrucker im Vergleich

Laserdrucker verdrängen zunehmend die einst sündhaft teuren und überdimensionalisierten Tintenstrahldrucker vom Markt für Privatbenutzer. Kunden scheinen die Qualitäten von Laserdruckern zu schätzen.

Wir wollten es genau wissen und haben Laserdrucker mit Tintendruckern verglichen, um ihre Unterschiede in Form der einzelnen Vor- und Nachteile herauszuarbeiten. Dabei stellten wir fest, dass der Laserdrucker zwar über enorme qualitative Vorteile gegenüber dem Tintendrucker verfügt, in manchen Situationen den Tintenstrahldrucker aber nicht ersetzen kann. Laserdrucker im Test – erfahren Sie unter dieser Seite mehr!

Die Druckqualität

Diese Qualitätsunterschiede sind vor allem in der Druckqualität zu spüren. Laserdrucker drucken gestochen scharf. Außerdem existieren die typischen Probleme eines Tintendruckers nicht, dass der Druck verwischen kann, mit der Zeit eintrocknet und nicht wasserfest ist. Ergebnis: Vorteil Laserdrucker.

Die Druckgeschwindigkeit

Die Tatsache, dass der Laserdrucker einen Druck in einem Durchgang absolviert und nicht Zeile für Zeile vorgehen muss, macht den Laserdrucker auch in puncto Geschwindigkeit so wertvoll. So schafft er im Durchschnitt 40 DIN-A4-Seiten pro Minute. Eben diese hohe Druckgeschwindigkeit ist der wichtigste Grund dafür, dass viele Unternehmen auf einen Farblaserdrucker angewiesen sind, der trotz seiner rapiden Arbeitsweise oft im Dauereinsatz ist. Ergebnis: Vorteil Laserdrucker.

Die Einsetzbarkeit

Die Paradedisziplin eines Laserdruckers ist das Ausdrucken von Texten. Beim Farbdruck beginnt er allerdings zu schwächeln, sodass hierfür bereits ein spezieller Farblaserdrucker gefordert ist. Selbst wenn dieser vorhanden ist, kann er aufgrund seiner schwachen Auflösungsrate keine hochwertigen Fotos zustande bringen, die bekanntlich von ihrer Vielzahl an Pixeln leben.

Da die Lasertoner nur teilweise farbdurchlässig sind, scheitert der Laserdrucker zudem beim Foliendruck. Darüber hinaus kapituliert er vor dickem Papier in Kartonstärke sowie vor beschichteten Seiten. Dafür schafft ein Farblaserdrucker Skizzen, Farbdokumente und Grafiken in hoher Qualität. Tintenstrahldrucker sind hingegen vielseitig einsetzbar und diesbezüglich wahre Allrounder. Ergebnis: Vorteil Tintendrucker.

Die Anschaffungskosten

Zwar sind die Preise bei den Laserdruckern in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen, doch noch immer sind diese, wie übrigens auch das deutlich teurere Druckermaterial, eine spürbare Investition. Gute Tintenstrahldrucker gibt es im Handel bereits für 50 Euro. Für einen guten Farblaserdrucker sind hingegen 200 Euro fällig. Ergebnis: Vorteil Tintendrucker.

Die Verbrauchskosten

Bei den Betriebskosten wirkt sich beim Laserdrucker vor allem die hohe Druckergeschwindigkeit aus. Dadurch können diese Kosten auf 15 bis 23 Cent pro Blatt gesenkt werden, während beim Tintendrucker zwischen 50 und 96 Cent anfallen. Dies kompensiert sogar die wesentlich teureren Stromkosten, denn zum einen muss ein Laserdrucker immer in Bereitschaft gehalten werden und verbraucht auch im Standby-Modus 16 Watt.

Zum anderen verursacht besonders der Erhitzer im Laserdrucker seine immensen Stromkosten von 500 Watt im Einsatz gegenüber nur 13 Watt bei einem Tintenstrahldrucker. Nur wer seinen Drucker selten in Betrieb hat, profitiert weniger von den geringeren Verbrauchskosten. Dafür spricht auch, dass Tonerkartuschen wesentlich teurer als Tintenpatronen sind, aber ungefähr fünf mal so lange halten. Ergebnis: Unentschieden

Energieeffizienz

Abgesehen von dem hohen Stromverbrauch geht von einem Laserdrucker eine Feinstaubbelastung aus, die in der Politik längst bekannt ist, und die den Herstellern von Laserdruckern bereits bestimmte Grenzwerte diktierte. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, entscheidet sich für ein Gerät mit dem Prüfsiegel „DGUV Text“ mit dem Blauen Engel. Ergebnis: Vorteil Tintendrucker.

Praktische Aspekte

Benutzer von Laserdruckern schätzen die geringe Lärmentwicklung ihres Arbeitsgeräts, von der Kunden von Tintenstrahldruckern nur träumen können. Auch ist ein Laserdrucker robuster und langlebiger als sein Kollege. Zudem verfügt ein Laserdrucker über eine bessere Netzwerkanbindung. Einzelne Modelle sind somit WLAN-fähig. Dafür sticht beim Tintendrucker hervor, dass er vor dem ersten Druck nicht aufgeheizt werden muss. Die Aufwärmzeit beim Laserdrucker kann hingegen 30 Minuten betragen. Ergebnis: Vorteil Laserdrucker.

Fazit: Auf die Anforderungen kommt es an

Insgesamt ergibt sich bei diesem Vergleich ein 4:4, was allerdings nicht für eine Gleichwertigkeit der Geräte spricht, da die einzelnen Punkte unterschiedlich gewichtet werden müssen. Zu beachten sind insbesondere die Faktoren von Druckgeschwindigkeit, Druckqualität und Einsetzbarkeit. Kunden, die ihren Drucker in erster Linie für Texte benötigen, sollten deswegen zu einem Laserdrucker greifen. Wer hingegen vor allem Fotos ausdrückt, ist mit einem Tintenstrahldrucker am besten bedient.

Als die Spielbank Hohensyburg entstand

Mit einer großen Eröffnungsfeier mit Sänger Sammy Davis Jr. und Schauspielerin Uschi Glas wurde 1985 die Spielbank Hohensyburg in Dortmund eingeweiht. Die Hoffnungen, die mit diesem Casino verbunden waren, beruhten vor allem auf drei Säulen: Erstens war da die privilegierte Lage des Tempels in einer wunderschönen bewaldeten Hügelgegend an der Ruhr mit den Sehenswürdigkeiten der Burgruine Hohensyburg und dem Vincketurm gleich um die Ecke.

Zweitens leistete Stararchitekt Harald Deilmann mit seinem Prachtbau ganze Arbeit, sodass von Anfang der Glamour von Las Vegas die Spielbank Hohensyburg umwehte. Drittens war auch das Konzept ambitioniert. Expertise und Know-how sind beispielsweise beim Partner, der WestSpiel Entertainment GmbH, zweifelsfrei vorhanden, die der größte Betreiber von Casinos in Deutschland ist. Die Partnerschaft der Spielbank mit WestSpiel bringt den Vorteil mit sich, dass Besucher sich an der WestSpiel Poker Tour (WSPT) beteiligen dürfen.

Das Konzept

Die Assoziationen zu den renommiertesten Spieltempeln auf der Welt sind gewollt, denn die Macher der Spielbank Hohensyburg verfochten von Anfang an den Anspruch, die mit so viel Schimmer und Glanz ausgestattete Branche auch kulturell bestmöglich zu vertreten. Dafür stehen das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete exklusive Gourmet-Restaurant Palmgarden, die Lounge mit Club sowie die Kultur- und Ausstellungsbühne. Hier finden das ganze Jahr über kulturelle und festliche Highlights statt, die meistens mit der Casinobranche Berührungspunkte aufweisen und regelmäßig ein Massenpublikum anziehen.

Events wie „Freitag, der 13“, die „Palazo-Dinnershow“ und „Ladies Night“ bleiben nachhaltig im Gedächtnis haften. Gelegentlich feiert auch die Mannschaft von Borussia Dortmund in den exklusiven Räumlichkeiten mit. Das Kulturangebot ist reich gesät, sodass die Veranstaltungen teilweise im Eintagestakt ineinander übergehen. Den festlichen Rahmen des Casinos komplettieren ein Bistro, eine Diskothek und zwei Bars. Die Kleiderordnung ist „semi-formal“, das heißt, es herrscht keine Krawattenpflicht, dafür aber eine Pflicht zu Sakko und Hemd für alle Spieler, die an Live-Spielen teilnehmen möchten. Wer diese Kleider gerade nicht parat hat, kann sich diese in der Spielbank ausleihen.

Das Spielangebot

Die Spielbank Hohensyburg besitzt ein großzügiges Angebot an Spielen. So sind die Klassiker Poker, Baccarat, Roulette und Blackjack zusammen mit anderen Spielern wie Keno und Bingo vertreten. Dazu gibt es einige Varianten der Spiele wie Multi-Roulette und Punto Banco. Roulette wird auf französische und amerikanische Art angeboten und Poker in den Varianten Texas Hold‘em und Omaha. Turniere finden regelmäßig statt, während das Casino Wert auf viele Jackpots in den Spielen legt. Für Kartenzähler im Blackjack ist die Information hilfreich, dass die Spielbank das Nutzen jeglicher Hilfsmittel ausdrücklich untersagt.

Der Eintritt kostet nur fünf Euro und kann mit einem Euro noch einmal sehr viel günstiger ausfallen. Dieses Schnäppchen betrifft die Spieler, die nur das Areal mit den Spielautomaten betreten möchten. Hier ist die Kleiderordnung auch am lockersten, denn erwartet wird lediglich gepflegte Freizeitkleidung. Fans der funkelnden Slotmaschinen kommen im Casino Hohensyburg auf ihre Kosten, denn das Angebot ist mit rund 360 Automaten üppig. Einsteigern bietet das Casino gute Möglichkeiten zu lernen und Spielpraxis zu gewinnen. Für das Roulette und Blackjack gibt es ein spezielles Einsteigerprogramme und für das Pokern werden Seminare angeboten.

Der Ruf der Spielbank

Die Spielbank Hohensyburg besaß einst einen exzellenten Ruf. Den hohen Erwartungen wurde mit einem spektakulären Aufstieg bis ins Jahr 2000 gerecht, als das Casino in einem Jahr über eine Millionen Besucher anlockte. Seit dem Milleniumjahr sind die Besucherzahlen und Umsätze allerdings rückläufig. Obwohl der Besuch in dem schicken und exklusiven Ambiente nach wie vor ein Erlebnis ist, beklagen manche Spieler eine zu starke Ausrichtung der Spielbank an den Massengeschmack, sodass diese ihre Ausnahmestellung eingebüßt habe. Anderen Spielern nehmen die Automaten innerhalb der Spiellandschaft einen zu großen Raum ein.

Diese Bandage verwendet elektrische Reißverschlüsse, um Wunden schneller zu heilen.

Eines Tages konnten Verbände die Heilung beschleunigen, indem sie Wunden mit sanften Stromschlägen zappten. Sie würden nicht einmal einen Akkupack benötigen. Die eigenen Körperbewegungen eines Patienten würden das Gerät antreiben. Und ein solches System ist vielleicht nicht mehr so weit entfernt. Forscher haben bereits einen funktionierenden Prototyp erstellt.

„Wir dachten, es könnte funktionieren, aber wir wussten nicht, wie gut es sein würde“, sagt Xudong Wang. „Dann sahen wir das Ergebnis und dachten: Wow! Das ist wirklich faszinierend.“ Wang ist Materialwissenschaftler an der University of Wisconsin-Madison. Er leitet die Gruppe bei der Arbeit an diesem neuen Verband.

Sein Team entwickelt seit vielen Jahren einen Nanogenerator. Es nutzt Körperbewegungen, um Strom zu erzeugen. Diese Ingenieure hofften, das Gerät für die Stromversorgung von tragbarer Elektronik nutzen zu können. Dann erkannten sie, dass es als Medizin noch nützlicher sein könnte.

ein Foto von Xudon Wang, Yin Long und Hao Wei.

Der Materialwissenschaftler Xudong Wang (links) zeigt einen Prototyp der Bandage. Auch die Doktorandin Yin Long (Mitte) und Hao Wei (rechts) arbeiteten an dem Projekt.

Sam Million-Weaver/Univ. von Wisconsin-Madison

Wissenschaftler wissen seit Jahrzehnten, dass Strom Wunden zur Heilung anregen kann. So fördert beispielsweise Strom das Wachstum von Zellen auf der Hautoberfläche. Diese „Elektrotherapie“ hat sich auf sperrige Geräte verlassen, die eine Stromquelle benötigen. Deshalb wird es in der Regel nur in Krankenhäusern zur Behandlung schwerer Verletzungen eingesetzt.

Die Ingenieure aus Wisconsin haben nun eine Bandage mit kleinen Elektroden entwickelt. „Unser Gerät ist sehr einfach“, sagt Wang. „Es ist ein flexibles, tragbares Gerät.“ Seine Elektroden sind mit Nanogeneratoren im Inneren der Bandage verbunden. Diese Nanogeneratoren verwandeln Bewegung in Strom. Diese Energie wandert dann als milde elektrische Impulse über die Elektroden in die Haut.

Wangs Gruppe testete den Verband an mehr als 10 verletzten Ratten. Während diese „Patienten“ ein- und ausatmeten, erhielten ihre Wunden winzige Stromschläge. Eine weitere Gruppe verletzter Ratten diente als Kontrolle. Das bedeutet, dass sie keine Behandlung erhielten.

Die Wunden der Ratten in der Kontrollgruppe brauchten etwa zwei Wochen, um zu heilen. Die mit den elektrifizierten Verbänden behandelten Ratten heilten in nur drei Tagen.

Das Team von Wang beschrieb seine neuen Erkenntnisse online am 29. November 2018 in der Zeitschrift ACS Nano.

Keine Schmerzen, großer Gewinn

Die neue Bandage ist nicht nur einfach, flexibel und tragbar, sondern auch sanft. Im Vergleich zur elektrischen Stimulation durch Krankenhausgeräte gibt diese Bandage einen wesentlich kleineren elektrischen Impuls. Das sollte dazu beitragen, gesundes Gewebe vor Schäden durch die Zapfstellen zu schützen. Tatsächlich sagt Wang: „Normalerweise spürt man es nicht einmal.“

Dies ist „ein guter erster Schritt zu einem interessanten und vielversprechenden Ansatz in der Wundversorgung“, sagt Tyler Ray. Er sagt, man könnte es als „intelligentes Pflaster“ betrachten. Ray ist Maschinenbauingenieur an der University of Hawaii in Manoa, der bei der Entwicklung des neuen Systems keine Rolle spielte. Er sagte, er würde gerne den Verband an größeren Tieren oder Menschen und vielen von ihnen getestet sehen.

Wearable-Technologie gibt es schon seit einigen Jahren. Normalerweise sind dies ziemlich steife Geräte, wie z.B. Fitbit, Ray Notes. Forscher aus vielen Bereichen arbeiten derzeit daran, weiche, flexible Geräte zu entwickeln, die Menschen auf ihrer Haut tragen können.

Wang will als nächstes einen Nanogenerator entwickeln, der noch empfindlicher ist. Sein Ziel ist es, einen zu bauen, der aus kleinsten Bewegungen – wie Blut, das sich unter der Haut bewegt – Strom erzeugen kann. Auf diese Weise könnte der Verband von etwas so Kleinem wie dem Puls eines anderen angetrieben werden.

Machtwörter
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Batterie Eine Vorrichtung, die chemische Energie in elektrische Energie umwandeln kann.

Zelle Die kleinste strukturelle und funktionelle Einheit eines Organismus. Typischerweise zu klein, um mit dem bloßen Auge zu sehen, besteht es aus einer wässrigen Flüssigkeit, die von einer Membran oder Wand umgeben ist.

Kontrolle Ein Teil eines Experiments, bei dem es keine Änderung der Normalbedingungen gibt. Die Kontrolle ist für wissenschaftliche Experimente unerlässlich. Es zeigt, dass jeder neue Effekt wahrscheinlich nur auf den Teil des Tests zurückzuführen ist, den ein Forscher geändert hat. Zum Beispiel, wenn Wissenschaftler verschiedene Arten von Düngemitteln in einem Garten testen würden, würden sie wollen, dass ein Teil davon unbefruchtet bleibt, wie die Kontrolle. Seine Fläche würde zeigen, wie die Pflanzen in diesem Garten unter normalen Bedingungen wachsen. Und das gibt den Wissenschaftlern etwas, mit dem sie ihre experimentellen Daten vergleichen können.

Elektrizität Ein Ladungsfluss, meist aus der Bewegung negativ geladener Teilchen, genannt Elektronen.

Elektrische Stimulation Eine Art der medizinischen oder therapeutischen Behandlung, die durch die bewusste und präzise platzierte Abgabe von Elektroschocks an den Körper erfolgt. Diese Behandlung wird am häufigsten auf der Haut oder Teilen des Gehirns angewendet.

Elektrode Eine Vorrichtung, die Strom leitet und dazu dient, mit einem nichtmetallischen Teil einer elektrischen Schaltung in Kontakt zu treten, oder die etwas kontaktiert, durch das sich ein elektrisches Signal bewegt. (in der Elektronik) Teil einer Halbleitervorrichtung (z. B. eines Transistors), der entweder Elektronen oder Löcher freisetzt oder sammelt oder deren Bewegung steuern kann.

Elektronik

Diese Roboterqualle ist ein Klimaspion.

Um die Korallenriffe und die dort lebenden Lebewesen zu untersuchen, setzen Wissenschaftler manchmal Unterwasserdrohnen ein. Aber Drohnen sind keine perfekten Spione. Ihre Propeller können Riffe zerreißen und Lebewesen schädigen. Drohnen können auch laut sein und Tiere verscheuchen. Ein neuer Roboter-Jolleyfisch könnte die Antwort sein.

Erik Engeberg ist Maschinenbauingenieur an der Florida Atlantic University in Boca Raton. Sein Team entwickelte das neue Gadget. Betrachten Sie diesen Roboter als einen ruhigeren, sanfteren Meeresspion. Weich und matschig, gleitet er lautlos durch das Wasser, so dass er die Riffe nicht schädigt oder die Tiere um ihn herum stört. Der Roboter trägt auch Sensoren zur Datenerfassung.

Das Gerät hat acht Tentakel aus weichem Silikonkautschuk. Pumpen auf der Unterseite des Roboters nehmen Meerwasser auf und leiten es in die Tentakel. Das Wasser bläst die Tentakel auf und lässt sie sich ausstrecken. Dann schaltet die Stromversorgung der Pumpen kurzzeitig ab. Die Tentakel entspannen sich nun und Wasser schießt aus den Löchern an der Unterseite des Gerätes zurück. Dieses schnell austretende Wasser treibt die Qualle nach oben.

Der Roboter hat auch ein hartes, zylindrisches Gehäuse auf der Oberseite. Hier befindet sich die Elektronik, die die Quallen steuert und Daten speichert. Eine Komponente ermöglicht die drahtlose Kommunikation mit der Qualle. Das bedeutet, dass jemand den Roboter fernbedienen kann, indem er verschiedene Tentakel zu unterschiedlichen Zeiten bewegt. Der Hartschalenkoffer könnte auch Sensoren aufnehmen.

Engebergs Gruppe beschrieb das Design ihres Roboters am 18. September in Bioinspiration & Biomimetik.

Natürliche Inspiration

Die Forscher hatten praktische Gründe, ihr Gerät nach dem Vorbild von Quallen zu bauen. „Echte Quallen benötigen nur geringe Mengen an Energie, um von Punkt A nach B zu reisen“, sagt Engeberg. „Wir wollten diese Qualität wirklich in unseren Quallen einfangen.“

Quallen bewegen sich langsam und sanft. Genau wie der Roboter-Jelly. Deshalb denken die Forscher, dass es die Meerestiere nicht erschrecken wird. Außerdem, sagt Engeberg: „Der weiche Körper unserer Quallen hilft ihr, Ökosysteme zu überwachen, ohne sie zu schädigen.“ So könnte der Roboter beispielsweise einen Sensor zur Erfassung der Meerestemperaturen tragen. Die gesammelten Daten könnten den Wissenschaftlern helfen, festzustellen, wo und wann sich der Ozean aufgrund des Klimawandels erwärmt.

Korallenriff

Korallenriffe sind das Rückgrat eines vielfältigen Ökosystems. Das ist ein Grund, warum Wissenschaftler hart daran arbeiten, zu verstehen, was es braucht, um sie gesund zu halten.

VitalyEdush/iStockphoto

„Quallen bewegen sich seit Millionen von Jahren in unseren Ozeanen und sind daher ausgezeichnete Schwimmer“, sagt David Gruber. Er ist Meeresbiologe am Baruch College in New York City, der nicht an dem Roboter beteiligt war. „Ich bin immer dann beeindruckt, wenn Wissenschaftler Ideen aus der Natur bekommen“, sagt Gruber. „Besonders etwas so Einfaches wie die Qualle.“

Der Kampf gegen den Klimawandel motiviert Engeberg und sein Team. „Ich habe den tiefen Wunsch, gefährdeten Riffen auf der ganzen Welt zu helfen“, sagt er. Er hofft, dass seine Roboter-Jolleys den Forschern helfen werden, die ansonsten verborgenen Auswirkungen des Klimawandels auf See zu untersuchen.

Die Verfolgung von Meerestemperaturen und anderen Daten kann auch den Menschen zugute kommen, indem sie vor sich verschlechternden Bedingungen warnt. Warmere Ozeane können Stürme stärker und zerstörerischer machen. Wärmeres Meerwasser hilft auch beim Schmelzen von Meereis, indem es Gletscher von unten erodiert. Dieses Schmelzwasser trägt zum Anstieg des Meeresspiegels bei. Und höhere Meere können zu Küstenüberschwemmungen führen oder tief liegende Inseln ganz verschwinden lassen.

Die Roboterqualle ist in Arbeit. „Wir machen gerade eine neue Version“, sagt Engeberg. Er schwimmt tiefer und kann mehr Sensoren tragen als das ältere Modell. Dies sollte es zu einem noch besseren Spion für die Bedingungen in den Korallenriffen weltweit machen.

Machtwörter
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Atlantik Einer der fünf Weltmeere, der nur nach dem Pazifik an zweiter Stelle steht. Sie trennt Europa und Afrika im Osten von Nord- und Südamerika im Westen.

Biologie Das Studium der Lebewesen. Die Wissenschaftler, die sie untersuchen, werden als Biologen bezeichnet.

Klima Die Wetterbedingungen, die typischerweise in einem Gebiet, im Allgemeinen oder über einen längeren Zeitraum bestehen.

Klimawandel Langfristige, signifikante Veränderung des Klimas auf der Erde. Es kann natürlich oder als Reaktion auf menschliche Aktivitäten geschehen, einschließlich der Verbrennung fossiler Brennstoffe und der Rodung von Wäldern.

Korallen Meerestiere, die oft ein hartes und steiniges Exoskelett produzieren und dazu neigen, an Riffen zu leben (die Exoskelette von toten Ahnenkorallen).

Drohne Eine ferngesteuerte, führerlose Maschine oder Rakete.

Ökosystem Eine Gruppe von interagierenden lebenden Organismen – einschließlich Mikroorganismen, Pflanzen und Tieren – und ihrer physikalischen Umgebung in einem bestimmten Klima. Beispiele sind tropische Riffe, Regenwälder, alpine Wiesen und polare Tundra. Der Begriff kann auch auf Elemente angewendet werden, die eine künstliche Umgebung ausmachen, wie z.B. ein Unternehmen, ein Klassenzimmer oder das Internet.

Ingenieur Eine Person, die die Wissenschaft zur Problemlösung einsetzt. Als Verb bedeutet Ingenieur zu sein, ein Gerät, Material oder einen Prozess zu entwerfen, das ein Problem oder einen unerfüllten Bedarf löst.

Gletscher Ein langsam fließender Fluss aus Eis, der Hunderte oder Tausende von Metern tief ist. Gletscher sind im Berg zu finden.